Bildnachweise | Startseite | Kontakt | Impressum

Down-Syndrom

Das Down-Syndrom ist eine Erkrankung, die durch eine Veränderung der Gene verursacht wird. So liegt das 21. Chromosom bei Menschen, die das Down-Syndrom haben, in Teilen oder komplett dreimal vor. Deswegen wird das Down-Syndrom oft auch als Trisomie 21 bezeichnet. Diese Genommutation entsteht bei der Zellteilung des Erbgutes und geschieht meist spontan ohne äußere Einflüsse. Das Down-Syndrom kann als Erbkrankheit über die Mutter übertragen werden, allerdings nur, wenn diese bereits an dem Syndrom erkrankt ist. Dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind ebenso an dem Down-Syndrom erkrankt, bei fünfzig Prozent. Die Trisomie 21 verursacht verschiedene Symptome, die sowohl äußere Merkmale als auch kognitive Fähigkeiten betreffen. Das Down-Syndrom ist nicht heilbar, es gibt aber verschiedene Therapien und Fördermöglichkeiten, die Betroffene darin unterstützen, ihr tägliches Leben möglichst selbstständig zu meistern.

Menschen mit dem Down-Syndrom verfügen über einige prägnante äußerliche Merkmale, die typisch für diese Erkrankung sind. Dazu gehört ein flacher, meist kurzer Kopf mit einem ebenso kurzen Hals und einem runden, flachen Gesicht. Die Augen stehen weit auseinander und etwas schräg. Dieses Merkmal führte dazu, dass die Krankheit früher auch als Mongolismus bezeichnet wurde. Diese abwertende Bezeichnung ist allerdings heute nicht mehr gebräuchlich. Ein weiteres, typisches Symptom für das Down-Syndrom sind helle, fast weiße Flecken in der Iris. Des Weiteren verfügen vom Down-Syndrom Betroffene über eine breite flache Nasenwurzel und einen meist offenen Mund, der manchmal mit gesteigertem Speichelfluss einhergeht. Die Zunge ist oft zu groß für den Mund, sodass sie aus diesem herausragt. Der Gaumen ist hoch und schmal, Kiefer und Zähne häufig unterentwickelt.

Allgemein verfügen Menschen mit dem Down-Syndrom über eine verlangsamtes Körperwachstum, weshalb sie häufig unterdurchschnittlich groß bis hin zu kleinwüchsig sind. Zudem sind die Reflexe verzögert, viele Muskeln nur schwach ausgeprägt. Durch eine Bindegewebsschwäche sind viele Gelenke überdurchschnittlich beweglich. Die beschriebenen äußerlichen Merkmale gehen mit verschiedenen gesundheitlichen Aspekten einher, deren Ursachen ebenfalls in der Genommutation liegen. Mit dem Down-Syndrom sind oft Herzfehler verbunden. Können diese nicht operabel korrigiert werden, verursachen sie in erster Linie Atemnot, wiederkehrende Lungenentzündungen und Wachstumsstörungen. Menschen mit Trisomie 21 leiden häufig unter Hörstörungen, wie Schwerhörigkeit, und Sehstörungen, etwa Schielen oder Kurz- bzw. Weitsichtigkeit.

und Sehstörungen, etwa Schielen oder Kurz- bzw. Weitsichtigkeit.

Die geistigen Fähigkeiten von Menschen mit Down-Syndrom sind teilweise eingeschränkt, reichen hierbei aber von schwerer geistiger Behinderung bis hin zu einer fast durchschnittlichen Intelligenz. Es ist daher nicht als Regelfall anzusehen, dass Trisomie 21 mit einer geistigen Behinderung einhergeht. Menschen mit Down-Syndrom haben häufig ein sehr gutes Sprachverständnis, allerdings Schwierigkeiten mit dem Sprachausdruck, die ihre Ursache oft auch in veränderten körperlichen Merkmalen haben. So lallen Menschen mit dem Down-Syndrom oft und sind schwer zu verstehen. Kinder mit dem Down-Syndrom sprechen ihre ersten Worte relativ spät, der Aufbau eines Wortschatzes bedarf überdurchschnittlich lang. Richtige Sätze werden erst ab dem dritten oder vierten Lebensjahr gebildet. Einige Betroffene haben auch Probleme beim Grammatikerwerb, sie drücken sich zumeist einfach aus und sprechen in simplen Sätzen ohne Nebensätze. Sie brauchen manchmal achtzig bis einhundert Wörter, um zwei Sätze zu bilden. Im Bereich der sprachlichen Fähigkeiten kann dann auch die mit Trisomie 21 einhergehende Schwerhörigkeit hemmend wirken. Mit entsprechender Förderung durch Logopädie und Ergotherapie können diese Fähigkeiten oft noch erweitert werden. Für die Kommunikation kommt dann auch die Gebärdensprache zum Einsatz, sodass sich die Betroffenen im Alltag möglichst optimal verständigen können.

Menschen mit dem Down-Syndrom verfügen nicht nur über Einschränkungen, sondern auch fast immer über besonders ausgeprägte emotionale und soziale Fähigkeiten, darunter eine hoch entwickelte Empathie und ein freundliches, sympathisches Wesen. Kinder mit Down-Syndrom verhalten sich meist sehr sozial im Umgang mit anderen Kindern. Dieses Merkmal setzt sich bis ins Erwachsenenalter fort. Dies erleichtert den Umgang mit den Betroffenen enorm. Auch haben Menschen mit Down-Syndrom eine hohe Musikaffinität, d.h. sie können Musikinstrumente leicht erlernen und verfügen über ein gutes Rhythmusgefühl.

Alles in allem sind Menschen mit Down-Syndrom sehr unterschiedlich.... Ihre einzige Gemeinsamkeit ist das dreifache Chromosom Nummer 21.