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Logopädie- und Frühförder BLOG: Sprachförderung im Babyalter

Im November widmen wir uns in unserem Frühförder- und Logopädie Blog-Beitrag dem Thema Sprachförderung im Alltag, begonnen bei den Kleinsten. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps und zeigen Ihnen, wie Sie schon mit kleinen Dingen ein gesunde Sprachentwicklung bei Ihrem Kind fördern können.

In unseren Blogbeiträgen veröffentlichen wir regelmäßig Geschichten aus unserem Alltag, greifen Inhalte auf, welche durch unsere Klient*innen an uns heran getragen werden und informieren Sie zu besonderen Themen aus den Bereichen Logopädie und Frühförderung. Wir möchten Ihnen einen Einblick in Fachthemen geben, welche in unseren Teams diskutiert werden und Sie an unseren Erfahrungen teilhaben lassen. Dabei werden Sie auch uns und unsere Arbeit ein bisschen besser kennen lernen. Gerne können Sie mit uns in Kontakt treten, wenn Sie mehr zu einem Thema erfahren möchten.

 

intuitive Sprachförderung im Alltag bereits im Babyalter

 

Bereits im Mutterleib nehmen Säuglinge Geräusche und somit auch Stimmen wahr. Man geht sogar davon aus, dass sie Geräusche wiedererkennen, wie den Klang der Stimme der Kindsmutter oder den Klang der Musik einer Spieluhr, welche in der Schwangerschaft immer wieder auf den runden Babybauch gelegt wurde.

Baby im Arm der Mutter hält Blickkontakt


Die erste „Sprache“ gibt es bereits kurz nach der Geburt. Sehr schnell nehmen Babys Blickkontakt auf und interessieren sich bevorzugt für Gesichter. Dabei ist es wichtig, nicht zu weit entfernt vom Gesichtsfeld des Kindes zu sein, da das Sehvermögen noch nicht auf weite Distanzen ausgelegt ist. Diese Aufmerksamkeit, in enger Verbindung mit dem Blickkontakt, ist ein enorm wichtiger Meilenstein in der bereits jetzt beginnenden Sprachentwicklung. Sprechen sie bereits jetzt mit ihrem Kind. Eine positive Zugewandtheit und Zeit für den kleinen Erdenbürger sind sehr wichtig. Sprechen Sie, singen Sie, kuscheln Sie, seien Sie für ihr Kind da. Auch wenn sie keine Antwort in Worten erhalten, so geben sie ihrem Baby sehr viel. Sie geben damit das Gefühl sicher und beschützt zu sein.

Zunehmend machen Babys Lallgeräusche. Wiederholen Sie diese. Damit erhält das Kind ein erstes Gefühl einer Unterhaltung und noch viel wichtiger, es fühlt sich verstanden. 

Das Baby erkundet mit dem Mund


Lassen Sie ihr Kleinkind unter Aufsicht Dinge in den Mund nehmen. Dadurch erkundet es Gegenstände in ihren Eigenschaften und erhält erste Eindrücke der Dinge und damit Gefühle zu weich, hart usw. Somit bekommen Begriffe Bedeutungen. Geben Sie Ihrem Kind, sobald es Ihnen Interesse daran signalisiert, auch mal etwas zu Essen in die Hand, ein Stück Gurke oder einen Apfel. Sie fördern damit die Selbstständigkeit, das Selbstbewusst und die Selbstwirksamkeit. Zusätzlich schafft dies ein Gefühl dafür, ein Empfinden des Wortes Apfel, Gurke und Essen, wenn es in engem Zusammenhang mit dem gehörten Wort steht.

Das Baby entdeckt Dinge mit den Händen und Augen

Nach und nach, werden zur Erleichterung der Eltern, nicht mehr ausschließlich alle Dinge in den Mund genommen. Nun sind es die Hände und die Augen, welche Eindrücke zu den Begrifflichkeiten des Alltags erhalten. Wie fühlt sich ein Fenster an? Was ist das? Ich kann durchsehen, aber nicht durchgreifen?

Das Baby fühlt eine Blume

Wie fühlt sich eine Blume an oder die Wiese. Lassen Sie ihr Kind in Ihrem Beisein die Welt entdecken. Im Laub sitzen und rascheln. Blätter, Stöcke und Steine erfühlen. Nicht nur der Sprache helfen sie damit enorm auf die Sprünge, sondern auch dem Gebrauch der Finger und Hände und dabei nie zu vergessen, dem Gefühl selbst etwas zu können und zu schaffen.

Das Baby schaut fansziniert Seifenblasen an

Mit zirka einem Jahr, wenn die ersten Schritte neue Perspektiven eröffnen, sind immer mehr Dinge in der Ferne relevant. Erklären Sie Ihrem Kind die Welt. Begleiten Sie den Alltag sprachlich. Erzählen Sie welches Essen es in die Hand bekommt und was Sie im Beisein des Kindes alles sehen. Nehmen Sie sich die Zeit und seien auch Sie begeistert an allem was Ihnen begegnet. Erzählen Sie beim Anziehen, was sie da anziehen und an welches Körperteil. Schämen Sie sich nicht, auch in der Öffentlichkeit zu erzählen. Nutzen Sie im Alltag Bücher. Es braucht kein Fernsehen, Tablet oder Handy oder die tollsten Spielmaterialen. Es braucht Sie!

Wecken Sie Aufmerksamkeit mit so einfachen Dingen wie Seifenblasen. Es schafft Konzentriertheit und dies ist wiederum eine so wichtige Voraussetzung um Sprache wahrzunehmen und dann nach und nach selbst bewusst anzuwenden. Und lassen Sie Ihr Kind die Seifenblasen auch einmal selbst pusten, dann unterstützen Sie gleich noch die Mundmotorik.

Das Kleinkind malt mit Farbe


Malen Sie etwas und vermitteln Sie das Gefühl, etwas selbst herzustellen. Das macht selbstbewusst, fördert den Gebrauch der Hände und erweitert den passiven Wortschatz um Begrifflichkeiten der Farben.

Helfen, Mitmachen, dabei sein und nebenbei noch ganz viele Worte zu den tollen Dingen der Welt einsammeln.

 

Lassen Sie sich im Haushalt helfen. Es ist für Kinder kein Zwang oder eine Pflicht, den Geschirrspüler auszuräumen. Seien Sie dabei. Erzählen Sie welche Dinge Ihr Kind in die Hand nimmt und wo sie hingeräumt werden müssen. Natürlich nie ohne Aufsicht. Und ja vielleicht dauert es so länger aber die Zeit ist so viel mehr wert um die Entwicklung Ihres Kindes positiv zu unterstützen. Geben Sie Ihrem Kind dabei natürlich nicht den Besteckkorb mit scharfen Messern und seien Sie manchmal schnell, um so manchen Teller vor dem Zerbrechen beim schwungvollen Einräumen in den Schrank, zu bewahren.

Das Kleinkind hilft beim Plätzchen backen



Dies soll nur ein kleiner Einblick sein in das „Nebenbei“ unterstützen der sprachlichen Entwicklung Ihres Kindes. Es ist natürlich nicht  leicht im Stress des Alltags, immer noch die Ruhe zu haben, Kinder etwas selbst tun zu lassen oder sprachliche zu begleiten aber bleiben Sie im Blickkontakt und genießen Sie die Zeit mit Ihrem Kind. Erklären Sie die Welt und vielleicht nutzen Sie auch ein Stück weit die Chance, nochmal selbst Kind sein zu dürfen.

 

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