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Kinder des Horts WeltEntdecker als Buch-Autor*innen

In Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Constanze John entsteht jährlich ein kleines Buch mit erdachten und erzählten Geschichten der Kinder im Hort WeltEntdecker in der Friedrich-Dittes-Straße. Was als Experiment mit Kindern mit Sprachauffälligkeiten begann, fand dieses Jahr bereits zum 16. Mal statt. Auch eine Unterbrechung durch Corona konnte die Drittklässler der Gruppe 20 und ihre Erzieherin Frau Müller-Spiske nicht davon abhalten, gemeinsam mit Frau John ihrer Fantasie freien Lauf und dadurch das Buch entstehen und wachsen zu lassen. Zum Inhalt gehören Geschichten wie: „Der Zauberbleistift“ oder „Ein Tag mit Kopfschmerzen und Speedo Saurus“. Am zweiten Juli konnten die mitwirkenden Schüler nun trotz aller Widrigkeiten ihr fertiggestelltes Buch in Empfang nehmen. Im kleinen Rahmen lasen die "Autoren" sich ihre ausgewählten Werke, in denen sie uns ins Weltall, auf den Saturn oder auch in die Zukunft entführen, gegenseitig vor. Auch die gemalten Bilder mit deren Hilfe einige Geschichten entstanden, sind in diesem Buch verewigt. Zur Belohnung für ihre fleißige Mitarbeit gab es zusätzlich ein kleines Geschenk und ein leckeres Obstbüfett. Zum Abschluss hörten sich alle ein märchenhaftes Hörspiel an, welches in den Herbstferien 2019 ebenfalls in Kooperation mit Frau Constanze John entstand. 

Wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Constanze John für die tolle Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere Bücher!

Schriftstellerin Constanze John mit Kindern des Horts WeltEntdecker SEB Leipzig Junge mit eigener Geschichte

Auszug aus dem Buch

Der Zauberbleistift

von Elvin

Emma und Justus spielen im Zimmer. Dann wollen sie im Hof spielen. Justus ist schneller als Emma. Justus will Fußball spielen. Emma ist jetzt auch mit auf dem Hof und möchte auch Fußball spielen. Aber die Tür ist zugeschlossen, und der Ball liegt hinter dem Zaun. Justus hat den Schlüssel mit dabei und macht das Tor auf.

Justus wartet auf Emma. Emma wollte auch zum Fußball kommen. Aber plötzlich ist dort ein Loch mit Sand und Emma fällt hinein.

Dort unten gibt es eine Leiter, um wieder nach oben zu kommen. Aber Emma sieht jetzt dort unten einen Schatz. Der Schatz ist groß und aus Gold. Den Schatz kann man öffnen. Emma öffnet den Schatz, und da ist noch ein Schatz drin. Das ist auch ein Goldschatz, aber er ist kleiner. Auch den Schatz kann man aufmachen. Und so geht es immer weiter. Und der kleinste Schatz, das ist ein Diamant. Emma will jetzt den Diamanten aufmachen. Aber das klappt nicht. Emma überlegt. Sie lehnt sich an die Wand. Da gibt die Steinwand nach und geht auf, Emma fällt hin und bemerkt einen kleinen Diamantschlüssel. Sie denkt: „Vielleicht kann ich mit dem Schlüssel den Diamantschatz öffnen!“

Emma nimmt den Schlüssel und es klappt: Der Diamantschatz geht auf, obwohl es gar kein richtiges Schloss gibt. Und im Diamantschatz liegt ein Bleistift. Emma nimmt den Bleistift. Sie versteckt Gold und Diamant in ihrem Rucksack. Den Bleistift nimmt sie in die Hand.  Justus soll nicht die ganzen Schätze sehen, nur den Bleistift.

Das ist ein Zauberbleistift. Aber Emma weiß das nicht. Und sie wundert sich: „Warum liegt denn in einem Diamantschatz ein Bleistift?“

Jetzt ruft Justus: „Wann kommst du, Emma?“ Und Emma ruft zurück: „Ich komme schon!“ Emma geht zur Leiter und steigt nach oben.

Justus fragt sie: „Warum hat das so lange gedauert? Und warum hast du plötzlich einen Bleistift in deiner Hand?“ Emma sagt: „Ich habe einen Bleistift mitgenommen, falls wir mal was malen wollen.“

Justus sagt: „Gut. Kann ich den Bleistift mal haben und einen Rennwagen malen?“ Emma gibt Justus den Bleistift und Justus malt den Rennwagen auf die Erde. Da steht plötzlich ein Rennwagen, und Justus fährt mit ihm. Inzwischen malt Emma noch eine Katze. Und die verwandelt sich in eine echte Katze.

Justus und Emma spielen und malen jeden Tag mit ihrem Zauberstift. Eines Tages ruft Emma: „Guck mal, was ich in meinem Rucksack habe!“ Justus guckt und sagt: „Das ist doch Geld und ein Diamant!“ - „Ja“, sagt Emma. Justus meint: „Dann können wir etwas kaufen, was teuer ist.

 

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