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Neuromotorische Entwicklungsförderung nach INPP

Seit kurzem bietet der SEB die neuromotorische Entwicklungsförderung nach INPP an. INPP steht für das Institut für Neuro-Physiologische Psychologie in Chester/England. Hier erforschte Dr. Peter Blythe bei (über-)durchschnittlich intelligenten Kindern den Zusammenhang zwischen fortbestehender (auch: persistierender) Restaktivität frühkindlicher Reflexe und spezifischen Entwicklungsverzögerungen. Auf Grundlage dieser Forschungen entwickelte er das Konzept der neuromotorischen Entwicklungsförderung nach INPP.

Was ist INPP?

INPP untersucht die Wirkung der neuromotorischen Unreife auf Lernen und Verhalten.

Was versteckt sich hinter dem Wort "neuromotorische Unreife"?

Bereits im Mutterleib entwickelt der Embryo verschiedene frühkindliche Reflexmuster. Diese verhelfen dem Säugling im ersten Lebensjahr zu überleben und einzelne Entwicklungsschritte zu durchlaufen. Dabei werden z.Bsp. die Anfänge des Kopfanhebens sowie das erste Greifen durch frühkindliche Reflexe gesteuert. Mit zunehmendem Üben der Bewegungsabfolgen übernimmt das Großhirn die Aufgabe der Bewegungssteuerung und die primitiven Reflexe werden durch das sich weiterentwickelnde Gehirn gehemmt, kontrolliert und durch Halte- und Stellreaktionen abgelöst.

Wenn die primitiven Reflexe nur unzureichend integriert und gehemmt werden, können Beeinträchtigungen in der sensorischen und motorischen Entwicklung bestehen. Diese umfassen u.a. folgende Bereiche:

  • visuelle Funktionen, die für das Lesenlernen benötigt werden
  • die Auge-Handkoordination, die den Schreiberwerb erleichtert,
  • die Wahrnehmungsfähigkeiten
  • die Gleichgewichtsfähigkeiten
  • die Aufmerksamkeit

Wenn wir Reste frühkindlicher Bewegungsmuster erkennen, deutet dies auf eine Unreife der Funktionen des Zentralen Nervensystems hin (=neuromotorische Unreife). Diese können dann die kindliche Entwicklung beeinflussen und zu Lernschwierigkeiten führen.

Zielgruppe

Die Ursachen und Anzeichen sind vielfältig und zeigen sich sowohl im Kindesalter als auch bei Erwachsenen.

im Säuglings- und Kleinkindalter im Kindesalter im Erwachsenenalter
  • Schwierige Geburt (Kaiserschnitt, assistierte Geburt, Frühchengeburt)
  • Schwierigkeiten beim Saugen an der Brust oder der Flasche
  • Auffallend ruhiges Baby
  • Sehr aktives Kleinkind (ständig in Bewegung)
  • Krabbeln wurde ausgelassen
  • Später Sprachbeginn
  • u.v.m
  • ADHS/ADS
  • Lese-Rechtschreibprobleme bis zur diagnostizierten LRS
  • Schwierigkeiten aus einem Buch und/oder der Tafel abzuschreiben
  • Schwierigkeiten sich selbstständig in richtiger Reihenfolge anzuziehen
  • Gelegentliches Einnässen über das 5. Lebensjahr hinaus
  • Wutanfälle
  • Schwierigkeiten Kontakt zu anderen Kindern aufzunehmen
  • Kind kann nicht still sitzen
  • Feinmotorische Schwierigkeiten
  • Schwierigkeiten die Uhrzeit zu lernen (normalerweise zwischen 7.-9. Lebensjahr)
  • Schwierigkeiten Fahrrad fahren zu lernen (ohne Stützräder)
  • Hohe Infektanfälligkeit
  • Schwierigkeiten einen Ball zu fangen
  • Hyperakusis (Geräuschempfindlichkeit bis hin zur Schreckhaftigkeit)
  • u.v.m.
  • Überreaktion bei plötzlichen, unerwarteten Geräuschen
  • Agoraphobie, Panikattacken oder andere extreme Ängste
  • Depressionen
  • Schwindelgefühle
  • Reiseübelkeit (Schwierigkeiten während Autofahrt ein Buch zu lesen)
  • Lichtempfindlichkeit
  • Augen fokussieren nicht richtig, es bereitet Ihnen Mühe Dinge schnell visuell zu erfassen
  • Rechts/links Schwäche
  • Migräne
  • Schlechte Koordination bei Müdigkeit (sich stoßen, ungeschickt sein)
  • Flüchtigkeitsfehler beim Schreiben von einem langen und komplizierten Text (Rechtschreibfehler bereits bei einfachen Wörtern; Buchstaben und/oder Wörter werden vertauscht)
  • u.v.m.

Was bewirkt die INPP-Methode?

„Die INPP-Methode wurde entwickelt, um versteckte Ursachen zu entdecken und ein arzneimittelfreies und nichtinvasives Verfahren zur Verfügung zu stellen, das Kindern bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen kann und es ihnen ermöglicht, ihr Potential besser auszuschöpfen.“ (aus dem Flyer: „Die INPP-Methode – Überprüfung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Lern-, Leistungs- und Verhaltensproblemen aufgrund neuromotorischer Unreife“).

Wie erkenne ich, dass bei meinem Kind eine neuromotorische Unreife besteht?

Unter www.INPP.de finden Sie einen Elternfragebogen. Wenn Sie min. 8 Fragen, die sich auf den Zeitrahmen bis zum Schuleintritt beziehen, mit „ja“ beantworten können, ist eine neuromotorische Unreife bei Ihrem Kind sehr wahrscheinlich.

Bei Interesse können Sie sich vertrauensvoll an mich wenden. Ich werde dann mit Ihnen in einem ersten Anamnesegespräch genauere Details erörtern und umfassende Erläuterungen zu Befunderhebungs- und Fördermöglichkeiten geben.

Die Wirksamkeit der Methode wurde im Rahmen einer Doppelblindstudie an der Queen`s University in Belfast nachgewiesen.
(Veröffentlichung in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“, Februar 12, 2000).

Kosten

Die Behandlungskosten richten sich nach der Honorarliste des INPP Deutschland (https://www.inpp.de/inpp-programm/honorarliste/)